Studium


Vorklinischer Abschnitt


1. Semester


Technisch-Propädeutischer Kurs - TPK

Dies ist der erste praktische Kurs, an dem ihr teilnehmen werdet. Glücklicherweise haben wir hier in Köln schon im ersten Semester die Möglichkeit, ein wenig in unser zukünftiges Arbeitsfeld zu schnuppern. Der Kurs beginnt in der dritten Semesterwoche, damit auch alle Nachrücker noch am Kurs teilnehmen können.

Alle benötigten Instrumente für den Kurs könnt ihr euch gegen eine Leihgebühr von der Uni borgen, was sehr praktisch ist, da es sonst sehr teuer wäre, alle Instrumente selbst zu kaufen.
Auch die Materialien werden zum Großteil zur Verfügung gestellt (in der Kursgebühr (ca. 110€ inkl. Leihgebühr für Instrumentenkoffer) enthalten). Zusätzlich werden noch Aufsätze für das Handstück benötigt, welche in einer Sammelbestellung von der Uni bestellt werden (Kosten ca. 140€). Die Aufsätze können aber auch selbst besorgt werden, falls Mama oder Papa das über die eigene Praxisrechnung machen will...

Zu Beginn des Kurses ist erst einmal viel Theorie und weniger praktisches Arbeiten angesagt! Ziel dieses Kurses ist es, euch die verschiedenen Aufgabenfelder eines Zahnarztes näher- und euch erste Fingerfertigkeiten in der Zahntechnik beizubringen.

Durch die vielen verschiedenen Themen und Abteilungen (Kieferorthopädie, konservierende Zahnheilkunde, prothetische Zahnheilkunde bzw. Zahnersatzkunde...) des TPKs hat man viele verschiedene Dozenten. Alle wirken sehr kompetent auf ihrem Fachgebiet und man fühlt sich immer sehr genau informiert.

Auch wenn es anfänglich ruhig beginnt, werden die Anforderungen an die Studenten gegen Ende des Kurses immer höher.
Der Kurs schließt mit dem Teilgebiet "Prothetik" ab. Diese drei Wochen sind für die meisten die anstrengensten Wochen des Kurses, da man dort innerhalb kürzester Zeit gewisse Arbeiten selbst herstellen muss.
Hier wird man zum ersten Mal dem Stress ausgesetzt, der sich wohl durch das ganze Studium ziehen soll.

Als Fazit kann man sagen, dass man sich angewöhnen sollte, mehr Wert auf die Qualität zu legen, als darauf mit allen Arbeiten "Hauptsache irgendwie" fertig zu werden.

Die geforderten praktischen Arbeiten sind zwar bisher nur abstrakte Arbeiten, die recht wenig mit den Aufgaben eines Zahnarztes oder eines Technikers zu tun haben, aber jetzt schon merkt man, ob das Handwerkliche etwas für einen ist oder man hier vielleicht doch nicht so gut aufgehoben ist. Auch die verschiedenen Disziplinen der Zahnmedizin, die man kennenlernt, sollte man nach persönlichem Interesse hinterfragen. Es kommt nicht selten vor, dass einige jetzt schon merken, dass sie sich etwas anderes vorgestellt haben und dies doch nicht ihre Berufung ist.

Terminologie für Zahnmediziner

Dies ist der erste Kurs, der euch im Studium begegnen wird - es sei denn, ihr besitzt das große Latinum. Dann bleibt euch eine Menge Auswendiglernen erspart!
Inhalt dieser Vorlesung ist die lateinische Grammatik und medizinisches Fachvokabular. Am Ende gibt es dann eine Abschlussklausur bzw. ein Vokabeltestat.

Und keine Sorge: diejenigen, die nicht an dieser Vorlesung teilnehmen "dürfen", verpassen nicht wirklich viel. Die meisten Begriffe, die für euch notwendig werden, werdet auch ihr im Laufe des Studiums mit auf den Weg nehmen. Spätestens nach dem Anatomiekurs...An alle Teilnehmer: keine Chance… die meisten Vokabeln sind bis dahin vergessen und müssen wieder aufgefrischt werden.

Chemie

 

Die Chemie-Vorlesung findet zweimal pro Woche statt. Zusätzlich gibt es ein freiwilliges Seminar einmal pro Woche. Wir können jedem nur empfehlen, auch wirklich hinzugehen!

Die Vorlesungen sind leider sehr vollgepackt mit Infos, die kaum unter einen Hut zu bringen sind. Im Seminar wird sich aber glücklicherweise auf das Wesentliche beschränkt. So hat man zumindest die Chance, das "Wichtige" vom "Unwichtigen" abzugrenzen. Die Dozenten sowie auch die Leiter des Seminars sind alle sehr kompetent.Um die Klausur zu bestehen, sollte man die Aufgaben aus den Seminaren üben sowie Altklausuren anschauen, welche auf der Internetseite der Chemie zu finden sind. Man braucht nur jeweils 8 Punkte im Organischen und Anorganischen Bereich um die Klausur zu bestehen, was nur ca 30% der Klausur entspricht.

Als kleiner Tipp: die erste Klausur ist immer einfacher als die Nachschreibklausur! Versucht deswegen, euch schon direkt ’reinzuknien und trotz des neu kennengelernten Studentenlebens frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen, da es sehr viel Stoff ist    ( vor allem im Bereich Organische Chemie).

Nach bestandener Klausur müsst ihr ein einwöchiges Praktikum machen, in dem noch einmal einige Experimente durchgeführt werden, um die Chemie etwas praxisnaher herüberzubringen.

Physik

Die Physik-Vorlesung findet zweimal, manchmal auch dreimal in der Woche statt. Es gibt sowohl ein Repetitorium, in dem die VL wiederholt und noch einmal besprochen wird, als auch ein Tutorium, bei dem Aufgaben gerechnet und besprochen werden. Das Tutorium ist seeeeeeehr empfehlenswert!

Wer physikinteressiert ist und sehr gute Grundlagen mitbringt, wird mit der Vorlesungen ein klein wenig mehr anfangen können als die meisten Otto-Normal-Studenten, die sich in den ersten Wochen in den Hörsaal setzen.
Der Dozent zieht ein strammes Programm durch und erklärt leider kaum Zusammenhänge. Den Großteil der Vorlesung gestaltet er, indem er per Hand eine Formel nach der anderen aufschreibt. Die vorhandene Präsentation ist oft nur nebensächlich.
Am besten also mit Buch zu Hause parallel lernen und das Tutorium aufsuchen!

Um den Physikschein zu erhalten, muss man neben bestandener Klausur auch 3 mit "R" bewertete Physikprotokolle vorweisen können. Dazu finden alle zwei Wochen Freitags Demoversuche statt, bei denen ein Protokoll ausgefüllt werden muss, welches dann zu Hause vervollständigt werden soll und anschließend bewertet wird. Die Bewertungsskala kennt 4 Noten: 1 R komplett richtig), 3/4 R (=75% richtig usw.), 1/2 R, 1/4 R.Es werden insgesamt 3 R benötigt

Die Klausur zum Semesterende ist nach Themengebieten geordnet, bei denen jeweils zwei Multiple-Choice, und zwei Rechenaufgaben enthalten sind. Es gibt 12 Themengebiete, von denen man 2 streichen muss.
Die Bestehensgrenze liegt offiziell bei 60%, wobei die Grenze häufig herabgesetzt wird.

anatomie für Zahnmediziner


Alternativversion zum ersten Semester : "Es ist doch eher so: die VL verpennen, zu spät anfangen zu lernen, in Physik hoffen dass man das richtige kreuzt und in Chemie versuchen neben Leuten zu sitzen, die Ahnung haben"

2. Semester


Histologie / mikroskopische anatomie

Der Kurs der mikroskopischen Anatomie oder auch Histologie, findet nur einmal im Jahr, im Sommersemester statt.

Hier ist Vorlesung mit praktischer Übung kombiniert.

Zweimal die Woche findet eine 2-3 stündige Mikroskopierübung statt, bei denen ein Dozent mit euch zusammen mikroskopiert (ihr an eurem eigenen Mikroskop, er an der Leinwand) und Inhalte zu den einzelnen Organen und Geweben vermittelt. Eine weitere Einheit wird euch zum „freien Mikroskopieren“ zur Verfügung gestellt um sich auf die Klausur vorzubereiten.

Ab der dritten Vorlesung gibt es sogenannte Bingotestate, bei denen ihr nach eurer Platznummer ausgelost und schon einmal vorab geprüft werden. Geprüft wird immer der Inhalt der letzten drei Vorlesungen. Es empfiehlt sich hier gut vorbereitet zu sein, da man ansonsten in die Nachprüfung kommt und dort wird der Inhalt der kompletten Veranstaltung verlangt.

Falls ihr diese auch nicht besteht müsst ihr die erste und die Nachschreibeklausur bestehen um erfolgreich am Kurs teilgenommen zu haben.

Die Klausur besteht aus 30 Fragen. 20 Bildfragen und 10 Multiple Choice Fragen. Die Organbilder (Bildfragen) werden euch für 60 Sekunden an die Leinwand projiziert und verschwinden danach unwiderruflich.

Bei diesem Kurs ist es sehr empfehlenswert von Beginn an zu lernen und am Ball zu bleiben.  

Neuroanatomie

Der Neuroanatomiekurs wird wie der Histologiekurs nur im Sommersemester angeboten.  Der Kurs wird von Prof. Angelov geleitet und beinhaltet zwei einstündige Vorlesungen und drei Stunden Präparierkurs pro Woche.  Jedoch herrscht  nur bei den Präparierübungen anwesenheitspflicht.

Am Ende des Semesters wird eine Multiple-Choice/Bilder Klausur am Computer geschrieben.  Bestanden ist die Prüfung  bei 60% richtig beantworteter Fragen.   Es gibt einen Nachschreibetermin zu Beginn des folgenden Semesters.

 Bei den Präparierübungen wird man in kleine Gruppen (6-10Studenten)  an verschiedene Tische aufgeteilt.  Präpariert wird dann zu zweit oder dritt an einem Präparat. Schon in der vorgehenden Vorlesung bespricht Prof. Angelov  die anstehenden Präparierschritte theoretisch und zeigt sie dann auch nochmal praktisch im Saal zu Kursbeginn. 
Die Kurszeit ist relativ lang, so hat man genügend Zeit den Präparierschritten nachzukommen und sich damit auseinander zu setzen.  Währenddessen kommen Prof. Angelov, Dr. Nouhroudi oder andere Assistenten im Saal herum, beantworten Fragen und machen Fotos von gelungenen Präparaten.
Diese Fotos werden dann am Ende der Präparierübungen für ein 10-20 minütiges Seminar genutzt, in dem an jeden Kursteilnehmer eine Frage gestellt wird. Außerdem kommen einige dieser Bilder in die abschließende Klausur.

Zum Lernen eigenen sich am besten die Folien, die Prof. Angelov  bereitstellt.  Sonst gehen die Meinungen und Vorlieben auseinander; die meisten greifen zu „Neuroanatomie“ (Martin Trepel/Elsevier), „Prometheus“ (Kopf, Hals, Neuroanatomie/Thieme) oder Fotoatlanten der Neuroanatomie. Im Präpariersaal benötigt jeder Kursteilnehmer einen Kittel.

Da dieser Kurs im Semester neben dem Histologiekurs stattfindet, neigt man dazu ihn etwas zu vernachlässigen, weil es hier keine Bingotestate gibt  und er nicht so zeitaufwändig ist. Es ist möglich, nicht aber sinnvoll,  alles Klausurrelevante in den 2,5 Wochen zwischen der Histologie- und der Neuroanatomieklausur zu lernen.  Jedoch macht dann das Präparien während dem Semester weder Spaß noch Sinn. Deswegen sollte man, auch um den Willen der Körperspender, ein wenig Zeitmanagment einlegen und sich für das Präparieren rechtzeitig vorbereiten.

 

Phantomkurs 1

 Der PK1 findet entweder nach dem 2. oder dem 3. Semester in der vorlesungsfreie Zeit statt, je nachdem ob ihr zum Sommer- oder Wintersemester beginnt.

Der Kurs umfasst 6 Wochen - 5 Wochen Zulassungs- oder Übungsphase und eine Woche Prüfungsphase.

 

Die Übungsphase teilt sich in mehreren Aufgaben ein:

Die erste Aufgabe besteht darin Zähne zu präparieren, Provisorien anzufertigen, Zähne aufzuwachsen, diese dann zu gießen und auszuarbeiten.

Im zweiten Aufgabenteil wird ein Interimsersatz und einen Totalprothese angefertigt.

Wie schon im TPK gilt es hier wieder ein Testatbogen zu erfüllen um zur Prüfung zugelassen zu werden.

Des Weiteren schreibt man, ca. zur Halbzeit des Kurses eine Klausur, die eure theoretisches Wissen abfragt.

 

Habt ihr nun alle Kriterien erfüllt, dann kann es mit der Prüfungswoche los gehen.

Hier müsst ihr erneut Zähne präpen, Provis anfertigen, eine Brücke ausarbeiten, die ihr vorher aufgewachst habt und einen Totalprothese aufstellen. 


3. Semester


Makroskopische anatomie / Präparierkurs

Zunächsteinmal solltet ihr euch vor dem Kurs nicht ängstigen! Der Kurs ist für die meisten Studenten eine große psychische Hürde, die aber auch ihr meistern werdet!
Das erste Mal wird sehr spannend und einige von euch werden vielleicht wegen eines flauen Gefühls im Magen und dem beißenden Geruch in der Nase auch den Saal verlassen müssen, das ist aber überhaupt nicht schlimm! Jeder der anwesenden Menschen ist sehr bedacht und keiner lacht euch dafür aus, dass ihr kurz raus müsst. Der Präpsaal ist kein Ort um ein Kräftemessen zu veranstalten!
Zunächst werdet ihr in den Saal geführt, indem die Leichen noch alle bedeckt und verpackt sind. Es werden in der Regel einige Worte über ethische und verhaltenstechnische Aspekte für die Studierenden gehalten und dann gehts im Grunde genommen auch schon los.  Alles was man braucht (Skalpellhalter, Pinzetten, Klingen, Handschuhe ) gibt es von der Fachschaft Medizin geliehen.

 

Relativ schnell verliert man die Scheu, weil viele Leichen nicht mehr wie lebende Menschen aussehen. Die Leichen sehen aufgedunsen aus, sind anfänglich sehr hart und haben eine lederartige Haut. Oft ist die Haut auch gelblich verfärbt und die Kopfbehaarung ist entfernt, sodass es ein wenig fremdartig erscheint. Für viele erleichtert genau dies das arbeiten!

Man sieht ein Präparat vor sich, weniger den Menschen obwohl dies immer im Gedächtnis bleiben sollte.

Ihr seziert zu acht einen Körperspender, wobei ihr zu zweit als Zahnis am Kopf arbeiten werdet, 6 Humanis werden sich mit dem restlichen Körper befassen.

Der enge Raum um einen Präpariertisch, die Tatsache dass euer "Präparat" einmal gelebt hat und die Krankheitsgeschichte, die ihr durch das präparieren irgendwann reproduzieren könnt, sowie euer straffer Programmplan kann für einige emotional aufwühlend werden. Ihr werdet einander sehr nahe kommen, nicht nur körperlich sondern auch mental. Nicht nur zu euren Mitstudenten am Tisch, sondern auch zur "eurer" Leiche werdet ihr im Laufe des Kurses eine Beziehung aufbauen.
Nicht selten halten diese Präpfreundschaften auch über die Kurszeit hinaus. Für einige ist es tatsächlich der erste intensivere Kontakt zwischen Humanis und Zahnis. Da merkt man doch oft, dass die gängigen Klichees nicht unbedingt zutreffen. :P

 

Der Kurs gliedert sich in ca. 30 Kurstage. Ihr habt an eurem Tisch auch studentische Tischassistenten, die euch gerne helfen und eurem Assistenten genau aus dem Grund zur Seite gestellt werden.
Nach der Präpzeit gibt es abendlich Seminare, an diesen solltet ihr teilnehmen.

 

Der Kurs ist wirklich recht aufwendig, wobei vier mündliche Prüfungen, sog. Testate an eurer Leiche bestanden werden müssen:
1. Rückenmuskulatur, ventraler Thorax und Abdomen samt Muskulatur

2. Innerer Organe (Thorax und Abdomen)

3. Niere, Blase, Geschlechtsorgane

4. Kopf und Hals ( das wichtigste Testat für euch! Hier wird von euch am meisten erwartet und ihr solltet wirklich, aber so wirklich (!) gut vorbertetet sein, schließlich habt ihr das ganze Semester  über am Kopf gearbeitet!!!    und ja, auch Neuro gehört bei den meisten Prüfern leider dazu... )

Bei einem gescheiterten Testat besteht ein Wiederholungsversuch eine Woche nach dem ersten Testat. Wer daran wieder scheitert muss am Anfang des nächsten Semesters ins sog. Pfingstestat.

Die Prüfer werden 5 Tage vor dem Testat "zufällig" zugeteilt, wobei oft eine Systematik nach dem zweiten Testat zu erkennen ist. Schaut euch einfach mal die beiden Tische links und recht von euch und die jeweiligen Prüfer der letzten Testate an. Vielleicht erkennt ihr da ja ein leichtes Rotationsverfahren ;) Vom eigenen Tisch Assistent kann man nicht geprüft werden.

Protokolle zu den Testaten könnt ihr bei der Fachschaft der Humanis kriegen, diese solltet ihr euch unbedingt zu eurem jeweiligen Prüfer besorgen und durcharbeiten!

Bei einigen Prüfern fließen auch eure Präpkünste mit in die Benotung ein. Versucht also in eurem eigenen Interesse mögichst viele Strukturen zu erhalten. Wenn ein Prüfer diese abfragen will, wird er diese auch abfragen wenn sie nicht mehr an euerer Leiche dran sind...

 

Beginnt direkt zu Beginn des Kurses mit dem Lernen, sonst werdet ihr wirklich in Zeitnot am Ende kommen.

Die Duale Reihe (3. Auflage)  von Thieme wird als Buchempfehlung genannt.

Bilderatlanten und Taschenlehrbücher könnt ihr euch aus der Bibliothek ausleihen oder als Investition in die Zukunft sehen und euch neu kaufen. (gerade Prometheus - Kopf werdet ihr immer wieder auspacken und als Nachschlagewerk nutzen können)

Bitte tut euch und euren Nachfolgern den Gefallen und nimmt keine Bibliotheksbücher mit in den Präpsaal. Keiner will mit einem Formalin-getränkten Buch im Bett lernen. Und glaubt es ruhig, ihr werdet öfter über euren Büchern einschlafen in diesem Semester...


Am Ende des Kurses wird den Körperspendern die letzte Ehre erwiesen, indem eine studenten-organisierte Trauerfeier in der Klinik-Kirche St. Johannes der Täufer abgehalten wird. Dort sollte sich jeder Tisch mit einem kleinen Programmpunkt beteiligen, da sowohl die Verwandten als auch die Freunde der Verstorbenen dort ein letztes Mal Abschied nehmen.

Nach dem einsargen werden die Leichen dann eingeäschert.

 

vorphysikum


 

Die „naturwissenschaftliche Vorprüfung“ könnt ihr frühestens nach dem zweiten Semester machen. Voraussetzung ist, dass ihr Physik und Chemie (+ Praktikum) gemeistert habt. Dabei müsst ihr am Chemiepraktikum ein Semester vor dem Vorphysikum teilgenommen haben. Ihr könnt also das Vorphysikum nicht in den gleichen Semesterferien machen wie das Chemiepraktikum.

Das Vorphysikum besteht aus drei mündlichen Prüfungen, wobei Chemie eher schriftlich ist:

 

Je nachdem welchen Professor ihr in Physik habt, müsst ihr euch eines der Praktika aussuchen und dieses in der ersten Runde der Prüfung vortragen. Kleiner Tipp: So unglaubwürdig wie es klingen mag, es ist wirklich so! Teilt euch also die Praktika in eurer Gruppe untereinander auf, damit Ihr nicht das gleiche Vortragen wollt (das geht nämlich nicht).Ihr müsst das ausgewählte Praktikumsthema sehr gut beherrschen, da Professor Gotta immer wieder Zwischenfragen stellt. In der zweiten Rund werdet ihr in einem weiteren Themenbereich geprüft. Insgesamt werden hier alle Themen abgefragt, die Ihr auch für die Klausur können

musstet.

Bei Professor Eckhart könnt ihr euch ein Lieblingsthema aussuchen indem er euch prüft.

 

In Biologie prüft Professor Koch euch über die Themen, seiner Vorlesung. Es gibt in der Fachschaft gute Skripte die ihr am besten einfach auswendig lernt. Er stellt ungefähr vier Fragen pro Prüfling aus verschiedenen Themenbereichen.

 

In Chemie gibt es eine Art Miniklausur. Es werden alle Prüflinge am gleichen Tag geprüft. Ihr bekommt vier Fragen und habt 20 Minuten Zeit diese zu beantworten. Die Themenauswahl ist etwas kleiner, als die der Klausur. Daraufhin werdet ihr einzeln in einen separaten Raum gebeten, wo Herr Prof. Goldfuß persönlich mit euch, die vier Fragen bespricht. Ihr habt hier auch nochmal die Möglichkeit einen Fehler schnell mündlich zu korrigieren. Er gibt euch aber, wenn Ihr etwas korrigiert, nicht immer die Punkte.

 

In Biologie und Physik werdet ihr zusammen in der von euch vorher gewünschten Vierergruppe geprüft und könnt euch quasi den Termin aussuchen. In Chemie „leider“ nicht. Meistens hat man 2-3 Wochen zwischen allen drei Prüfungen.

Um das Vorhysikum zu bestehen dürft ihr nicht mehr als eine 4 haben. Ab zwei 4en müsst ihr die „naturwissenschaftliche Vorprüfung“ komplett wiederholen. Wer eine 5 in einem Fach hat muss nur dieses wiederholen. Solltet ihr die Prüfung dann nicht bestehen, müsst ihr das Vorphysikum noch einmal ganz wiederholen.

Solltet Ihr in Gänze zwei Mal nicht bestehen, seid Ihr durchgefallen und werdet Exmatrikuliert.

 

In der Zahnmedizin gibt es diese „naturwissenschaftliche Vorprüfung“, um euch die drei Fächer im Physikum („zahnärztliche Vorprüfung“) zu “ersparen“, im Vergleich zu den Humanmedizinern, die zum Beispiel bei Physiologie auch noch Physikfragen zusätzlich bekommen. Das Vorphysikum ist nicht zu unterschätzen, nicht umsonst empfinden, viele dieses erste kleine Staatsexamen als schwerer, als das Physikum. Doch keine Angst – mit Fleiß und den Altprotokollen aus den Vorjahren ist es gut machbar (Die Durchfallquote ist sehr niedrig).

 

Nach dem Physikum habt ihr meistens 1-2 Wochen frei, bevor das neue Semester beginnt.

 

Viel Erfolg und Glück!

 

4. Semester


Physiologie

Physiologie wird parallel zu Biochemie in jedem Semester (Winter und Sommer) gemeinsam für Zahn- und Humanmediziner angeboten.

Es gibt eine Vorlesung täglich meistens von 9 bis 10 Uhr und ein Praktikum an 16 verschiedenen Tagen von 10 bis 16Uhr.

 

Um den Kurs zu bestehen, müsst ihr mindestens 180 von maximal 300 Punkten sammeln und dürft höchstens einen Fehltag im Praktikum haben. Die Punkte sammelt ihr einerseits in den Klausuren andererseits im Praktikum.

 

An jedem Praktikumstag behandelt ihr ein Thema (zum Beispiel: Blut, Nerv oder Niere) im theoretischen und praktischen. Je nach Dozent gibt es vormittags ein Seminar, in dem mehr oder weniger Mitarbeit gefragt ist und nachmittags wird dann das Skript bearbeitet, was meistens aus einem Versuch und Rechenaufgaben/Fachfragen besteht. Zum Schluss werden die Aufgaben zusammenbesprochen und/oder vom Dozenten kontrolliert.

Am Ende des Tages kann der Dozent euch maximal 4 Punkte für eure Mitarbeit geben. Die meisten sind sehr großzügig mit der Punktevergabe.

Maximal könnt ihr im Praktikum aber nur 60 Punkte sammeln. Das heißt es ist relativ leicht, die maximal Punktzahl zu erreichen.

 

Die ersten 8 Praktikumsthemen werden in der ersten Klausur abgefragt. Hier könnt ihr höchstens 80 Punkte bekommen.

In der zweiten Klausur werden alle 16 Themen behandelt und ihr könnt 160 Punkte erreichen.

 

So setzten sich also die Punkte zusammen:

Praktikum: 60 P.+ 1. Klausur: 80 P.+ 2. Klausur: 160 P. (Bestehungsgrenze 180 P.)

 

Es empfiehlt sich für die Praktika die Seminarfolien, das Skript und das Kapitel in einem Fachbuch mindestens schon einmal durchgelesen zu haben.

Dies erleichtert die Vorbereitung für die Klausur, da es in Physiologie oft darum geht Mechanismen und Kreisläufe nicht nur auswendig zu können, sondern zu verstehen.

 

Für die Klausurvorbereitung ist es sinnvoll den Schwerpunkt auf die Themen und Schwerpunkte der Praktika zu setzen. Viele Fragen sind eins zu eins, durch die Seminarfolien zu beantworten.

Des Weiteren empfiehlt es sich, die Aufgaben der Rechenübungen gut zu können, da diese oft in ähnlicher Form abgefragt werden.

Altfragen zu bearbeiten und zu lernen ist auch in Physiologie sehr zu empfehlen. Einige Fragen werden gerne jedes Jahr genommen und man bekommt ein Gefühl für die „Lückentext-Fragen“.

 

Insgesamt ist die Durchfallquote sehr gering in Physiologie, aber man sollte vorsichtig sein, da es KEINE Nachschreibklausur gibt.

 

Viel Glück.

 

 

Biochemie

 Biochemie wird zusammen mit Physiologie sowohl zum Sommer- als auch Wintersemester gemeinsam für Zahn- und Humanmediziner angeboten.

Der Kurs besteht aus morgendlichen 8 (!!) Uhr-Vorlesungen von montags bis freitags, die freiwillig sind, einem 2-stündigen Seminar und einem mehrstündigen Biochemie-Praktikum im Labor, jeweils einmal pro Woche und verpflichtend.

Der Kurs gilt als bestanden bei regelmäßigem Besuch der Seminare (1 Fehltag) und Praktika (1 Fehltag) und richtigen Ergebnissen der Protokolle zum Praktikum (3 Fehlwerte erlaubt). Zusätzlich muss man eine schriftliche Klausur mit mindestens 36 von 80 Punkten bestehen. Falls man den Schein der Humanmediziner machen will, muss man 40 Punkte erreichen und einen Referat halten. Es findet eine zeitnahe (meist 2 Wochen spätere) Nachschreibeklausur statt.

Das Biochemie-Praktikum ist im Vergleich zu den Vorlesungen und dem Seminar am aufwändigsten, weshalb es hier kurz erläutert wird. Pro Tag wird ein Thema bzw. ein Skript bearbeitet, welches man online finden kann und sich selbst ausdrucken muss. Der Tagesablauf sieht wie folgt aus: Man findet sich zunächst zur Vorbesprechung samt Assistent in einem Raum zusammen. Achtung: je nach Thema kann es ein Antestat geben, auf das man sich vorbereiten sollte, da man sonst (bisher nicht geschehen) den Kurstag trotz Anwesenheit nicht angerechnet bekommt. Im Anschluss geht es im weißen Kittel, den man sich selbst besorgen muss, ins Labor, wo man alle Versuche des Tages im 2er-Team durchführt und nach Anweisung protokolliert. Es muss auch einiges gerechnet werden, daher sollte man einen Taschenrechner dabei haben. Die reguläre Kurszeit ist von 10 bis 19 Uhr angesetzt, wobei man eigentlich immer früher fertig wird. Zwischendurch kann man nach Bedarf und abhängig von den Versuchen des Tages Pausen einlegen, in die Mensa gehen etc. Wenn alle Versuche erledigt und von den Assistenten abgesegnet, d.h. auf seinem Laufzettel unterschrieben sind, kann man entweder nach einem Abtestat, das bei ein paar wenigen Versuchen stattfindet, oder direkt nach Hause gehen.

Die Biochemieklausur besteht aus etwa 53 offenen Fragen und Rechenaufgaben. Die Vorbereitung hierauf ist in der Biochemie gut geregelt. Es finden regelmäßig Rechenübungen statt und 2 Wochen vor der Klausur, wenn die reguläre Kurszeit schon vorbei ist, tägliche 3-stündige Tutorien für die Humanmediziner, an denen man aber auch als Zahnmediziner teilnehmen kann.

Meine Empfehlung zur Vorbereitung auf die Klausur:

Man sollte möglichst viele Altklausuren bearbeiten, die online auf der Seite der Biochemie (leider ohne Lösungen) zu finden sind. Die Lösungen kann man, wenn möglich, von höheren Semestern erfragen oder zu Lernzwecken selbst raussuchen. Beim Bearbeiten der Klausuren stellt man fest, dass sich viele Fragen immer wieder wiederholen. Daher lohnt sich das Lernen der Altfragen sehr. Zusätzlich sollte man die Rechenübungen durchgehen und nach Belieben ein Lehrbuch zur Hand nehmen. Ich empfehle die MediLearn-Skripte, die man auch fürs Physikum gebrauchen kann, weshalb sich die Anschaffung und Bearbeitung lohnen.

5. Semester


Phantomkurs 2

 

Physikum


Das Physikum findet nach dem 5. Semester in der Vorlesungsfreien Zeit statt. Nur mündlich geprüft werden die Fächer:

- Anatomie (Makroskopisch, Mikroskopisch, Neuroanatomie) -> Prof. Scaal, Prof. Pröls

- Biochemie -> Prof. Paulson, Prof. Nögel

- Und Physiologie -> Prof. Wiesner, Prof. Pfitzer

Im Fach Zahnersatzkunde gibt es eine 7-tägige praktische Prüfung mit einer in dieser Zeit stattfindenden mündlichen Prüfung.

Es werden 4er Gruppen gebildet. Die Prüfungen dauern meistens  1,5 bis 2 Stunden (15-20 min pro Prüfling).

Vor der Prüfung solltet Ihr ein Gespräch mit den Professoren vereinbaren. Hier kann man schon bereits weite Themengebiete absprechen und ggf. ausschließen.

Um das Physikum zu bestehen dürft ihr nicht mehr als zwei 4er oder 5er haben. Bei zwei 5ern seid ihr jedoch auch durchgefallen. Wie im Vorphysikum gilt: wer eine 5 in einem Fach hat muss nur dieses wiederholen. Solltet ihr die Prüfung dann nicht bestehen, müsst ihr das Physikum noch einmal ganz wiederholen. Solltet Ihr das Physikum in Gänze zwei Mal nicht bestehen, seid Ihr durchgefallen und werdet Exmatrikuliert.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Physikum angenehmer ist als das Vorphysikum. Man muss mehr lernen, aber die Prüfer sind angenehmer und wollen einem nichts Böses. Ihr müsst immer im Hinterkopf behalten, dass die Prüfer euch auch nicht durchfallen lassen wollen. Meistens könnt ihr euch die Prüfungen weiter auseinanderlegen, sodass ihr immer zwei Wochen Zeit zum Lernen habt. Die Zeit reicht auch wirklich! In der Fachschaft gibt es Skripten auf die sogar einige Prüfer selbst verweisen. Generell hat jeder Prüfer seine Lieblingsthemen. Kombiniert mit den Gesprächen die Ihr vorher halten solltet, könnt Ihr sehr große Themengebiete ausschließen und euch speziell auf die oft gefragten Themen vorbereiten.

Ich würde euch raten während des Phantom 2 Semesters an einem Nachmittag in der Anatomie zu assistieren (geht nur im Wintersemester). Nochmal an der Leiche zu stehen hilft sehr in der Prüfung. In der Anatomie habt ihr außerdem noch die Möglichkeit am ende des Semesters an einem Repetitorium teilzunehmen. Außerdem werden Termine angeboten, an denen Ihr euch nochmal alle Histologischen Präparate aus dem Kurs in Ruhe mit eurer Lerngruppe angucken könnt. Die Prüfer sehen es gerne, wenn sie merken, dass ihr euch Mühe gebt und dass ihr in Lerngruppen gelernt habt.

Nach dem Physikum habt ihr meistens 1-2 Wochen frei, bevor das neue Semester beginnt.

 

Abschließend bleibt nur zu sagen viel Erfolg und macht euch keine Sorgen, Ihr schafft das!

 

klinischer abschnitt



Zahn- Mund- und KieferKrankheiten ( 6. - 10. Semester)

  • Zu Beginn jedes Semesters muss man sich in eine Einschreibeliste eintragen um am Kurs teilzunehmen. Es gibt verschiedene Veranstaltungen zu diesem großen Fächerkomplex!
    Erwartet werden Grundlagen, die in der Vorlesung im 6. Semester sowie in kursbegleitenden Vorlesungen vermittelt werden. Es werden jedoch keine Antestate gemacht oder Klausuren geschrieben.
    Im wöchentlichen Seminar sitzen immer 2 Semester zusammen (7.+8. mit Auscultando und Practicando 1) sowie (9.+10. mit Auscultando 2 und 3).
    Zur Patientenvorstellung dienstagsvormittag erscheinen dann alle Kliniker und besprechen aktuelle Patientenfälle der MKG. Je nach Semester werden verschiedene Aufgaben gestellt. Wobei Auscultando nur Zuhörer sind, Pacticando 1 die Patienten im Bettenhaus befragen, befunden und dem Plenum vorstellen, Practicando 2 Röntgenbilder auswerten und Practicando 3 Therapiekonzepte und Diagnosen erarbeiten.
    Zur MKG-Veranstaltung gehören auch zwei 1-wöchige-Famulaturen "auf der Ebene", dort müsst ihr im OP assitieren, die Frühvisite mitlaufen und dürft Vigo legen und Blut abnehmen.
    Chirurgie ist ein Prüfungsfach im Examen. Man tut sich selber einen großen Gefallen wenn man ab und zu mal aufmerksam ist und versucht ein bisschen mitzudenken. Gerade während der OPs könntet ihr in die Unangenehme Situation kommen vor dem gesamten OP-Team zur jeweiligen OP befragt zu werden...

6. Semester


Klinischer Simulationskurs - KSK

 


Kieferorthopädisch technischer Kurs


Radiologie


Innere Medizin ( 6. - 7. Semester)


7. Semester


KOnservierende Zahnerhaltung 1 - Kons 1

 

Spritzenkurs

 

Allgemeine Chirurgie

Zur Vorlesung muss man sich am Anfang des Semesters persönlich in eine Anmeldeliste eintragen.
Die Vorlesung findet in einem kleinen Seminarraum im Bettenhaus statt. Es gibt wechselnde Dozenten, die unterschiedlich motiviert an die Sache ran gehen. Oft ist es aber ganz witzig, weil es regelmäßg vorkommt, dass Ärzte in den letzten Stunden ihrer 48-Std-Schicht die Vorlesung halten. Für die Humanmediziner sind wir halt „nur“ Zahnis und die Dozenten wissen, dass die Inhalte der Vorlesung wenig mit unserem späteren Berufsleben zu tun haben. Die Vorlesung wird Unterricht-ähnlich gestaltet, oft werden auch Fragen in die Runde gestellt. Es ist nicht verkehrt wenn man sich an die BC/Physio/Anatomie Inhalte erinnern kann, aber es gibt keine Prüfung.
Tipp: wenn man versucht aufzupassen geht die Stunde gefühlt etwas schneller vorbei…und man sollte auch nicht vergessen, dass es auch ein Prüfungsfach im Examen ist

MikroBiologie - MIBI


8. Semester


Zahnersatzkunde 1 - Prothetik 1

Teilnahmevoraussetzung für den Prothetik I Kurs ist das bestandene Eingangstestat in der ersten Semesterwoche (Silikonabformung, Brückenpräparation für eine Cerconbrücke, Korrekturabformung). In der zweiten Woche startet nach bestandenem Eingangstestat eure Patientenbehandlung. Das Wissen der Prothetik-Vorlesungen des 6. und 7. Semesters sowie die Inhalte der Arbeitsanweisungen sollte daher bereits präsent sein. Dies erleichtert euch die Behandlung in der ersten Zeit sehr. Im Laufe des Semesters wächst durch eure Behandlung natürlich euer Verständnis für gewisse Arbeitsschritte.

 

Die Kosten halten sich mittlerweile in Grenzen. Die Materialien für das Eingangstestat (siehe Bekanntmachungen) müsst ihr in Eigenregie beschaffen (X€). Die übernimmt meist der Semestersprecher. Das Instrumentarium für diesen Kurs bekommt ihr von der Abteilung für Werkstoffkunde gegen eine Leihgebühr von 40€ ausgeliehen. Materialien für eure Patientenarbeiten, sowie ein Großteil des Laborbedarfs werden von der Uni gestellt. Lediglich eure Hand- und Winkelstückaufsätze müssen, insofern sie nicht bereits in vorangegangen Kursen angeschafft wurden, nun bestellt werden. Eine Auflistung der zu beschaffenden Fräsen und Diamanten findet ihr in den Kurs Bekanntmachungen der Prothetik. Falls ihr es bisher nicht getan habt, ist nun auch der Zeitpunkt gekommen euch ein Prothetik Buch anzuschaffen. Andere Unterlagen habt ihr entweder noch aus vorherigen Prothetik Kursen oder könnt sie euch im Ilias bei der Abteilung für Prothetik herunterladen.

Die Betreuung im Kurs erfolgt durch die jeweiligen Kursassistenten/-innen und einen Oberarzt. Dies wird nach bestandenem Eingangstestat zugeteilt. Euer Behandlungspartner kann leider immer nur jemand sein, der einen anderen Oberarzt zugeteilt bekommen hat. Der/die Assistent/in ist euer erster Ansprechpartner/-in. Sie unterstützen euch während der Behandlung und nehmen wichtige Zwischenschritte ab, sodass bei den wichtigen Oberarztvorstellungen auch nichts schief geht. Ihr behandelt übrigens Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Nachmittag. Mittwoch Vormittag und Donnerstag Mittag finden die Prothetik Vorlesungen statt.

Da man den ganzen Kurs über an seinen/seine Assistent/in gebunden ist, sollte man schauen, dass man sich im eigenen Interesse adäquat verhält und an die Anweisungen hält! Dazu zählt auch, dass ihr euch stets über die anstehenden Arbeitsschritte informiert und wisst was ihr tut. Auch in diesem Kurs spielt wie immer das zwischenmenschliche Verhältnis eine große Rolle. Also verspielt es euch mit eurem/eurer Assistent/in nicht!

Die Abschlussklausur stellt sich als Prosaklausur dar, die sich auf die Inhalte der Vorlesungen bezieht. Es werden überwiegend Basic-Fragen gestellt, aber auch detailliertere Fragen gefragt. Alle Fragen sind jedoch definitiv im Laufe der Vorlesungen erwähnt und besprochen worden! Also passt genau auf und schreibt auch die Feinheiten mit, die einem nicht so gängig sind! Letzte Aufgabe der Klausur ist stets eine Planungsaufgabe von Zahnersatz. Die Möglichkeit zur Nachschreibeklausur findet eine Woche später statt.

 

Tipp: Assistiert bereits vor eurem Prothetik I Kurs einige Male in der Prothetik. Dadurch lernt ihr bereits die Abläufe ein bisschen kennen und wisst wo man welche Sachen findet. Ansonsten solltet ihr versuchen möglichst ruhig zu bleiben. Viele Probleme die zu Beginn dramatisch groß erscheinen lassen sich im Laufe des Kurses beseitigen. Kümmert euch bereits im Vorfeld um prothetisch zu versorgende Patienten. Eventuell brauchen eure Patienten aus der Zahnerhaltung noch prothetische Versorgungen. Sollte es Patientenmangel geben, so wird sich dieser im Laufe des Semesters relativieren. Dieses Semester bleibt nichts desto trotz eines der stressigsten Semester und jedoch lassen sich besonders in den letzten Wochen immer wieder kleine Wunder vollbringen.

 

Der Kurs wird bestanden, wenn durch die praktischen Arbeiten eine Mindestanzahl von 4 Punkten erreicht sowie die Klausur bestanden wird. Umso mehr Punkte ihr im Kurs I macht desto weniger müsst ihr im Kurs II erbringen.

Pharmakologie

 

Am Kurs teilnehmen kann man ohne Voraussetzungen.
Der Kurs findet nach Semesterbeginn direkt Montags abends statt und
besteht ausschließlich aus Vorlesungen. Benötigt wird nichts besonderes an Materialien.
Der Dozent erwartet ein wenig Mitdenken. Er stellt immer wieder Fragen
in die Runde und hofft auf eine Antwort.
Er gibt am Ende des Semesters die VL an die Semestersprecher,
muss man jedoch ein wenig öfter drum bitten.
Pharma ist ein Sitzschein, es gibt kein Klausur.
Also Teilnehmen und abhaken :D

Histopatho

 

9. Semester


op-Kurs 1


Kieferorthopädischer Behandlungskurs 1

1)Grundlage am Kurs teilzunehmen:
Es gibt keine Besonderen Voraussetzungen. Man muss im 6.Semester
den KFO-Technik-Kurs absolviert und bestanden haben. Desweiteren
ist die Anzahl der Plätze beschränkt, was jedoch noch nie ein Problem
dargestellt hat.

2)Wie beginnt der Kurs und was wird gebraucht?
  Der Kurs beginnt direkt Montags um 14Uhr am ersten Montag im Semester
mit einer Eiinführungsveranstaltung.
Benötigt werden zwei Geo-Dreiecke (gerne ein normales und ein großes),
ein Stechzirkel, spitzer Bleistfit/Druckbleistift und eine
Schmuth-Platte (wird von der KFO gestellt und muss bei Verlust am Ende
des Semesters ersetzt werden)

3)Was erwarten die Dozenten, ist das zu realisieren?
Die Dozenten erwarten, dass man sich auf die Vorlesung vorbereitet,
indem man die Übungsfälle bearbeitet. Ansonsten muss man zuverlässig zu
den zwei Famulaturen erscheinen und eine Patientenarbeit herstellen. Der
Kurs ist vom Zeitmanagement absolut gut zu händeln. Es gibt keine
Schwierigkeiten, die Anforderungen in den Unialltag zu integrieren.

4)Betreuung der Dozenten?
Die Dozenten sind alle freundlich und hilfsbereit, auch ausserhalb der
Kurszeit offen für Fragen. In den Famulaturen bekommt man KFO-Infos über
die VL hinaus.

5)Kosten?
Kosten sind nur für die Geodreiecke und den Stechzirkel zu erwarten,
also insgesamt 15-20€, je nachdem wie teuer der Zirkel ist. Natürlich
kann sich jeder zusätzlich ein Buch kaufen.
Zusatzkosten ergeben sich nur, wenn man die Schmuth-Platte verliert, das
sind dann um die 40€.
Modelle, die gestellt werden zum üben, müssen nicht bezahlt, nur neu
hergestellt werden, falls man diese verliert oder zerstört.

6)Klasur?
Die Klausur ist zweigeteilt. Der eine Teil besteht aus Fragen, 5-6
Stück, die das theoretische Wissen abfragen. Der zweite Teil ist eine
Fallauswertung eines Falls, wie man im ganzen Semester zur Übung schon
hatte.
Zur Vorbereitung sollte man im Semester die Übungsfälle lösen und diese
immer wiederholt auswerten, da die Klausur in 1,5h zu lösen ist. Die
Fallauswertung sollte nicht mehr als 1h in Anspruch nehmen, daher vorher
die Übungsfälle so lange wiederholen, bis man nur noch 1h zur Auswertung
benötigt.

7) Tipps
KFO-1 ist ein angenehmer Kurs. Der Kurs hat eine sehr geringe
Durchfallquote. Als absoluter Tipp ist nur zu sagen, dass man die
Übungsfälle auf Zeit lösen sollte, sonst schafft man das zeitlich in der
Klausur nicht, was zum Durchfallen führt.


Konservierende Zahnerhaltung 2 - Kons 2

Um am Kons 2 teilnehmen zu können muss der Kons 1 bestanden sein und bei uns in Köln auch der Prothetik 1. Das liegt an der Reihenfolge der Semester/des Studienaufbaus.

Der Kurs beginnt direkt nach den Semesterferien mit einer kurzen Einführungsveranstaltung, wo erklärt wird, welche Vorraussetzungen zum Kursbestehen erforderlich sind. Ansonsten erfolgen einige organisatorische Dinge. Die Behandlung beginnt je nach Semesterstart einige Tage später.

Die Assistenten erwarten diszipliniertes und organisiertes, gewissenhaftes, im erlaubten Rahmen, eigenständiges Arbeiten am Patienten und auch ganz wichtig gutes Teamwork. Man wird in diesem Kurs als Team bewertet, es zählt also nicht nur die eigene Leistung.
Das Assistententeam ist freundlich und hilfsbereit während der Kurszeit und stehen einem zur Seite.

Die VL sind in den Stundenplan integegriert, jedoch nicht alle Pflicht.
Der Kurs ist im Unialltag sehr gut zu bewälltigen, ohne dass Stress aufkommt.
Um den Kurs zu bestehen, sind die Anforderungen voher fix formuliert. Man muss eine geringe Zahl an Pflichtleistungen erbringen (Füllung, Wurzelkanalbehandlung, Kinderbehandlung und PA) und man muss an 3 Famulaturen im Schmerzdienst teilnehmen, was zur Kurszeit geschieht. Da jede Behandlung/ jede Massnahme in einer Punktetabelle definiert ist, muss ein festegelegter Punktwert am Ende des Semesters erreicht worden sein.

Kosten sind nicht klar festzulegen, da man sein eigenes Instrumentarium nutzen kann, und jeder selbst bestimmt, wieviele und welche Instrumente/Bohrer man benötigit und/oder nutzen möchte. Man bekommt einige Dinge von der Uni gestellt an Instrumentarium. Fehlt am Ende des Semesters jedoch etwas hiervon, muss dies ersetzt werden.

Am Ende des Semesters muss eine Klausur bestanden werden. Es handelt sich um eine multiple choice-Klausur mit zwei unterschiedlichen Fragentypen (nur eine Antowort ist richtig/falsch und mehrere antworten sind möglich). Die Klausur besteht zu einem gewissen Anteil immer aus Altfragen.
Lernaufwand sollte schon mindestens 1 Woche sein, kommt natürlich drauf an, wie und was man lernt.

Tipps: Punkte bekommt man gut zusammen und auch die Pflichtleistungen sind drin. Arbeitet gut als Team! Die Kursanforderungen sind gut erreichbar. An sich ist es ein entspannter Kurs, der eine Erholung vorm Endspurt darstellt. Genießt das Semester!

Notfallkurs

Jeder kann am Kurs teilnehmen, macht jedoch erst ab dem 7.Semester Sinn, da man diesen Kurs in das Chirurgie-Testatheft eintragen lassen muss.


Der Kurs hat einen eigenen Stundenplan. Meistens beginnt der Kurs Donnerstags eine Woche nach Semesterbeginn als Pflichtveranstaltung.
Es gibt Vorlesungen und praktische Anwendungen. Alles ist anwesenheitspflichitg, bei den praktischen Übungen wird dies auch immer geprüft.

Erwartet wird, dass man die Anleitungen praktisch umsetzt und übt.  Szenarien werden vor den Teilnehmern geübt, es müssen sich immer wieder Freiwillige zur Verfügung stellen.
Der Kurs wird von der Chirurgie und einer Allgemeinmedizinerin geleitet. Es herrscht jederzeit eine lockere und spaßige Athmosphäre.
Man kann jederzeit Fragen stellen. Zusätzlich Übungszeit wird auch angeboten. Es fallen keine Kosten an. Es gibt keine Klausur, jedoch eine praktische Abschlussprüfung, die in einem Team, das man selbst bestimmt, absolviert werden muss. Diese dauert 5-10 min und man muss das vorher geübte einmal anwenden.


Tipps: auch wenns immer spät abends stattfindet, mit Spaß an die Sache rangehen. Die lockere Atmosphäre hilft dabei. Die Abschlussprüfung ist ohne Probleme lösbar.

10. Semester


op-Kurs 2

    Es gibt eine Eingangsklausur zusammen mit dem OP1 Kurs. Diese findet  in der ersten Semesterwoche statt, am besten Altklausuren der letzten OP-Kurse und des Spritzenkurses lernen.

Jeden Donnerstagnachmittag operiert der OP-Kurs 2, OP1 jeweils Dienstagnachmittag (Semestersprecher müssen morgens 8.00 Uhr die OP-Liste abholen und die OPs dann zugeteilen, losen hat sich bewährt) immer von 14:00 Uhr bis max. 16:30 Uhr finden die OPs statt.
Wichtig: Um 14:00 Uhr müssen sich alle Teilnehmer in der chirugischen Ambulanz melden (meistens wird eine Anwesenheitsliste erstellt) auch wenn einige am jeweiligen Nachmittag keine OP haben sollten. Die Behandlung findet immer in Vierergruppen, unter Umständen auch in kleineren Gruppen statt ;)

Betreuung erfolt immer durch einen Assistenzarzt aus der chirugischen Ambulanz.

OPs: Meistens Extraktionen, Ostektomien, WSR, Probeentnahmen, Zysten, Abszesse etc. Jeder Kursteilnehmer sollte mindenstens eine OP absolviert haben.

Nach jeder OP müssen Operateur und Assistent (die anderen beiden schauen im Idealfall zu) einen OP- Bericht an den betreuenden Arzt ( innerhalb einer Woche) abgeben . Danach gibts die Unterschrift im Chirugieheft.

Im Allgemeinen ein sehr lehrreicher Kurs, ohne zu großen Druck! Tipp: Möglichst Extraktionen etc. bereits in den Famulaturen machen und diese ins Chirugieheft eintragen lassen! Unterschreibt jeder Assistent gerne
Am Ende des Kurses erhaltet ihr dann zusätzlich zum Schein auch noch ein Zertifikat zur Implantologie (sofern euer Name im Laufe des Studiums immer fleißig auf der Anwesenheitsliste erschienen ist)

Zahnersatzkunde - Prothetik 2

Der zweite Teil des Prothetik Kurses ist vom reinen Kursablauf gleich zum Prothetik I Kurs. Lediglich ein Eingangstestat ist nicht mehr erforderlich. Die Behandlungszeit ist Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag Vormittag. Mittwoch Vormittag und Donnerstag Mittag finden die Prothetik Vorlesungen statt.

 

Ziel des Kurses ist es auf eine Gesamtpunktzahl von 11 Punkten zu kommen sowie die Klausur zu bestehen. Dazu zählen mindestens 7 festsitzende und 4 abnehmbare Arbeiten, davon sollte wenigstens eine Arbeit eine definitive Versorgung sein. Es kann maximal eine festsitzende durch eine abnehmbare Arbeit bzw. eine abnehmbare durch eine festsitzende Arbeit kompensiert werden. Ebenso sind eine Turbinenpräparation am Modell, die Anfertigung einer Aufbissschiene  sowie eine Remontage weitere verpflichtende Leistungen. Diese können auch bereits im Kurs I erbracht werden.

 

Der letzte Kurstag wird dann durch eure Scheinfreiheit gekrönt, sodass ihr direkt in euer Examen starten könnt.


EXAMEN